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Dalwhinnie

Die Destillerie Dalwhinnie liegt im gleichnamigen Ort, zwischen den Midlands und Speyside. Aus diesem Grund lässt sie sich auch nur schwer einem bestimmten Gebiet zuordnen. Die Destillerie befindet sich auf einer Höhe von 326 Meter im Zentrum der Highlands. Damit befindet sich die Brennerei, im Vergleich mit den restlichen Whisky-Destillerien in Schottland, am höchsten. Der Ort Dalwhinnie befindet sich zwischen den Monadhlaith Mountains und den Grampain und Cairngorms Mountains in einem engen Tal.
Das Wort „Dalwhinnie“ kommt aus dem Gälischen und bedeutet so viel wie „Versammlungsort“. Die Destillerie gehört „Diageo“ und somit zum „United Distillers & Vinters“-Konzern. Sie wird in der Serie der Classic Malts vermarktet.

Geschichtliches

An der Kreuzung alter Verbindungswege, auf denen früher Vieh in die Hochländer getrieben wurde, liegt die Brennerei Dalwhinnie. Auf diesen Wegen wurde wohl auch der Whisky an den Behörden des Finanzamtes vorbeigeschmuggelt.

John Grant, George Sellar und Alexander Mackenzie gründeten im Jahre 1897 die Brennerei, die zu Beginn noch „Strathspey“ hieß. Der namensgebende Fluss „Spey“ liegt zwar weit von der Destillerie weg, doch dafür befindet sich die Quelle des Flusses nur wenige Kilometer von der Brennerei entfernt. Für die damalige Gründung waren 10.000 Pfund von Nöten. Im Februar 1898 begann man in der Destillerie mit der Produktion. Die drei Gründer wurden bereits wenige Monate danach von diversen finanziellen Problemen geplagt, weshalb John Sommerville & Co und A. P. Blyth & Sons diese im November 1898 erwarben. Nach der Übernahme wurde das Unternehmen sogleich in „Dalwhinnie“ umbenannt. Charles Chree Doig war dabei für Änderungen an der Brennerei tätig.

Nach nur sieben Jahren wurde die Brennerei versteigert. Dabei übernahm „Cook & Bernheimer, New York“, die zu dieser Zeit der größte Destiller Amerikas waren, das Unternehmen. Somit erhielt ein ausländischer Besitzer zum ersten Mal eine schottische Brennerei.

Vier Jahre nach der Ersteigerung übernahm „MacDonald Greenlees & Williams Ltd.“ Im Jahre 1919 die Destillerie. Sir James Calder leitete diese Gesellschaft, die zuerst im Jahre 1924 an Distillers Company Limited ging, bevor sie im Jahre 1930 dann zu Scottish Malt Distillers gehörte.

Durch einen Großbrand im Jahre 1934 wurde die Brennerei fast vollständig zerstört. Die Destillerie ging danach erst im Jahre 1938 wieder in Betrieb. Im Jahre 1968 schloss man die eigenen Malting Floors, da diese nicht mehr rentabel waren. 1986 bekam die Brennerei dann eine Komplettrenovierung.

Das heutige Besucherzentrum mit dem angeschlossenen Geschäft wurde im Jahre 1991 erbaut. 1992 wurde die Destillerie dann für 3,2 Millionen Pfund komplett erneuert und renoviert, bevor sie im März 1995 wiedereröffnet wurde.

Besonderheiten

Das bei Dalwhinnie eingesetzte Wasser für die Produktion soll im Wesentlichen verantwortlich für den feinen und weichen Geschmack des Whiskys sein. Dieses Wasser stammt aus der Wasserquelle „Allt an t’Sluie“. Die United Distillers-Mälzereien in Roseisle und Burghead stellen das benötigte Malz zur Verfügung. In der Destillerie sind ein Edelstahl-Maischbottich, sowie sechs Gärbottiche zu finden, wobei einer der Gärbottiche aus Douglasienholz (Oreganokiefer) und die restlichen fünf aus sibirischer Lärche bestehen. Die Destillation findet in einer „spirit still“ und einer „wash still“ statt, die jeweils erhitzt werden durch Dampf.

Die Brennerei verfügt außerdem über eine eigene Wetterstation. Die damit gemessenen Wetterdaten werden täglich vom Destillerie-Manager durchgegeben.

In der Clasic Malts Serie von United Distillers, welcher der Whisky von Dalwhinnie angehört, gibt es unter anderem den 15-jährigen Single Malt, sowie die „Distillers Edition“, bei der der Whisky nach seiner Lagerzeit noch einige Monate lang in Sherry-Fässern von Oloroso reift.

Zu Besuch bei der Dalwhinnie Destillerie

Die Destillerie wurde in den 90ern einer Renovierung unterzogen. Außerdem wurde zur gleichen Zeit auch das Besucherzentrum eröffnet. Zwar ist die Teilnehmerzahl für die Führungen begrenzt, weshalb eine Voranmeldung notwendig ist. Dafür werden diese ganzjährig angeboten, teilweise auch an Samstagen und Sonntagen. Dabei kann man zwischen diversen Tasting- und Destillerietouren wählen. Der Besuch kostet die Gäste 5 Pfund. Davon werden 3,50 Pfund beim Kauf einer 0,7-Liter-Whiskyflasche angerechnet. Kinder und Jugendliche von 8 bis 17 Jahren zahlen für den Eintritt 2,50 Pfund. Kinder, die jünger als 8 Jahre sind, dürfen an den Touren nicht teilnehmen. Eine Stunde vor der Schlusszeit beginnt immer die letzte Führung des Tages.

Geschmacksinformationen

Die Highlands werden in der Serie des Classic Malts von United Distillers & Vinters durch den Whisky der Dalwhinnie-Brennerei repräsentiert. Die bekannteste Abfüllung der Brennerei ist eindeutig die 15-jährige Version mit ihrem besonders samtigen Geschmack. Die Distiller’s Edition des Whiskys, gekennzeichnet durch das auffällige blaue Etikett und die blaue Kartonverpackung, welche die Jahresangabe 1981 trägt, glänzt hingegen mit einem leicht süßlichen Sherry-Geschmack. Dieser ist auf die Lagerung in Oloroso-Fässern zurückzuführen, mit der die Aromen des Whiskys zusätzlich gefördert wurden. Allgemein ist der Single Malt der Dalwhinnie-Brennerei sehr warm, samtig und vollmundig. Er eignet sich gut als Einstiegswhisky mit seinen lang anhaltenden und milden Aromen.



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